Das historische Kalenderblatt auf den 1.-6. Januar

In loser Reihenfolge bieten wir im neuen Jahr einen Rückblick auf  die unterschiedlichsten Ereignisse rund um Dinklage. Über die Links im Text gelangt ihr zu weiteren Seiten oder Beiträgen zum jeweiligen Thema.

1981

Am 2. Januar des Jahres markiert der Neujahrsempfang im Kolpinghaus  den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, zur 750-Jahr-Feier der Gemeinde. Diese finden in der Festwoche mit einer Gewerbebeschau und einem großen Festumzug Ihren Höhepunkt.

1978

Am Neujahrsmorgen des Jahres 1978 gerät gegen 8:30 Uhr das Wirtschaftsgebäude der Burg Dinklage, die sogenannte Ökonomie in Brand. Die Feuerwehr Dinklage  kann trotz  Unterstützung der Lohner Wehr und der Drehleiter aus Vechta das Gebäude nicht retten. Lediglich das Vieh, einige Gerätschaften  und das Mobiliar der Wohnung kann in Sicherheit gebracht werden. Mit dem Gebäude verbrennen 3000 Ballen Heu und 3000 Ballen Stroh. Menschen kommen nicht zu Schaden.

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1.1.1978 Die Ökonomie brennt

1827

Mit Beginn des neuen Jahres endet die „Herrlichkeit Dinklage“ Graf Matthias von Galen verliert durch den Vertrag mit der der Regierung des Großherzogtums Oldenburg den größten Teil der Sonderrechte, die die Familie von Galen seit 1677 genoss. Er erhält dafür eine Abfindung von 15000 Reichstalern. Weiterhin darf er Lehrpersonen ernennen und behält das Patronatsrecht über die Kirche, sowie Das Markenrichteramt.  Dinklage wird nun zum Sitz des Amtes Steinfeld. Das Amtshaus stand damals am Weg von der Hörst zur Burg (etwa in Höhe der heutigen Einfahrt zum Sondergarten)

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Matthias Graf von Galen (1800-1880) mit seiner Ehefrau Anna Gräfin von Galen, geb. Freiin von Ketteler (1803-1884)

1663

Der Fürstbischof von Münster Christoph Bernhard von Galen richtet  am 2.1.1663 ein neues Amt in seinem Fürstbistums ein: Das Amt des Erbkämmerers. Indem er es mit seinem Neffen Franz Wilhelm von Galen besetzt, und festlegt, dass das Amt immer mit einem Mitglied der Familie von Galen, bevorzugt aus der Dinklager Linie , zu besetzen ist, sichert er seiner Familie über Jahrhunderte einen gut dotierten Posten mit Einfluss im Fürstbistum.

Die Gründung des Bauvereins

Die Wohnungsnot der Arbeiter und der Wille zu weiterer Expansion bei der Firma Holthaus waren ausschlaggebend für die Gründung des Bauvereins. Die Oldenburgische Volkszeitung berichtet über die Gründungsversammlung wie folgt:

477239_196642787111848_379648959_o„Dinklage, 13. Febr. Am 13 d. Mts. wurde von einer zahlreich besuchten Versammlung, deren Vorsitz der Direktor der Firma B. Holthaus, Maschinenfabrik Akt.-Ges. Herr Hans Niggemann führte, ein „Spar- und Bauverein e.G.m.b.H. für die Gemeinde Dinklage gegründet. Zweck und Ziel dieses Bauvereins ist, seinen unbemittelten Mitgliedern gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen in eigens erbauten Häusern zu billigem Preise zu verschaffen, sowie Spareinlagen seiner Mitglieder anzunehmen und zu verwalten. In die angelegte Genossenschaftsliste zeichneten sich 42 Mitglieder mit 55 Anteilen ein . In den Vorstand wurden von der Versammlung als Geschäftsführer Rechnungsführer Frz. Dieckmann, als Kassierer und Schriftführer der Korrespondent Franz Ewers berufen. Als deren Stellvertreter wurden gewählt die Herren Heinrich Kröger und August Hengemühle. Zu Aufsichtsratsmitgliedern wurden ernannt die Herren Landwirt Franz Böckmann in Bünne, Apotheker Constantin Driver, Gemeindevorsteher Ostendorf, Direktor Hans Niggemann, Hermann Kröger, August Kamphaus, Heinr. Blömer und Wilh. Grotegers, sämtlich von Dinklage. Von dem Vorsitzenden wurde noch erwähnt, dass die Firma B. Holthaus Maschinenfabrik Akt.-Ges. 20000 Mark zum Erwerb von Grundstücken auf eine langjährig unkündbare Hypothek herzugeben bereit sei, was die Versammlung mit allseitigem Beifall dankend quittierte. Die Satzungen des Vereins werden vom Vorstand und Aufsichtsrat durchberaten und sollen auf einer demnächstigen Versammlung zwecks Anerkennung vorgelegt werden.Die Gründung dieses Bauvereins war für Dinklage eine dringende soziale Notwendigkeit, da hier eine wirkliche Wohnungsnot herrscht. Wir möchten deshalb an dieser Stelle an alle Familienvorstände die Bitte richten durch Beitritt als Genosse die Bestrebungen des Vereins, der minderbemittelten Bevölkerung von Dinklage ein zweckdienliches und gesundes Eigenheim zu verschaffen, zu unterstützen.“

 Einige Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

 

 

 

Diese private Wohnungsbauinitiative war eine Art früher sozialer Wohnungsbau. Bemerkenswert ist auch, dass neben der Firma Holthaus einige angesehene Bürger Dinklages den Verein unterstützten.

Die Vorgeschichte des Dinklager Bauvereins

An der Schwelle des 20. Jahrhunderts war Dinklage ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort mit knapp 4000 Einwohnern. Die Bevölkerung war mit Ausnahme der Bauernschaft Wulfenau fast ausschließlich katholisch.

Politisch hatte Dinklage an Bedeutung verloren. Die „Herrlichkeit Dinklage“ mit ihren Sonderrechten gab es längst nicht mehr. Auch das Amt Steinfeld mit Sitz in Dinklage war aufgelöst und in das Amt Vechta eingegliedert worden. Größten Einfluss auf die Entwicklung des Ortes hatten aber nach wie vor der Graf von Galen als größter Grundbesitzer und die katholische Kirche.

Doch die Zeiten änderten sich. Hatte die Bevölkerungszahl bis Mitte des 19. Jahrhunderts aufgrund fehlender Erwerbsmöglichkeiten und der daraus resultierenden Auswanderungswelle noch abgenommen, so stieg sie jetzt. In der Landwirtschaft konnten Dank der Entwicklung von mineralischen Düngern die schlechten Bodenverhältnisse ausgeglichen und die Erträge gesteigert werden. Außerdem trieben Dinklager Bauern die Schweinezucht voran und waren so maßgeblich am Entstehen der Veredlungswirtschaft in Südoldenburg beteiligt.

Auch die Infrastruktur hatte sich bereits Mitte des 19.Jahrhunderts verbessert. Mit dem Bau der Straße nach Lohne erhielt die Gemeinde den Anschluss an die größeren Städte. Als zweite Gemeinde im Landkreis besaß Dinklage seit 1852 ein Krankenhaus. Nach und nach wurden auch in den Bauerschaften Schulen eingerichtet. Kurz nach Ende des 1. Weltkrieges hatte endlich jede Bauerschaft eine eigene Schule, so dass auch die ärmeren Schichten Zugang zu einem Mindestmaß an Bildung erhielten. Seit 1863 gab es zudem eine höhere Bürgerschule und ab 1894, als erste ihrer Art in Südoldenburg, die landwirtschaftliche Winterschule.

 

Dennoch wäre Dinklage wohl weiter die kleine Landgemeinde geblieben, wenn sich nicht 2 Betriebe, die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet worden waren, so rasch entwickelt hätten.

Die Weberei van der Wal, konnte ihren Bedarf an Arbeitskräften noch aus der einheimischen Bevölkerung decken. Der Betrieb von Bernhard Holthaus jedoch entwickelte sich so rasant, dass er auf das Anwerben auswärtiger Handwerker angewiesen war.

Abseits des Ortes betrieb Holthaus eine Windmühle und baute landwirtschaftliche Maschinen nach. Er hatte die Zeichen erkannt und baute die Geräte, die er auf landwirtschaftlichen Ausstellungen genau unter die Lupe genommen hatte, nach. Da es bis 1872 noch kein Patentrecht gab, war dieses auch ohne weiteres möglich. Aber er baute die Maschinen nicht nur nach, sondern verbesserte sie auch. Den größten Erfolg hatte er mit einer Dreschmaschine, die er mit einer selbst entwickelten Reinigungsanlage kombinierte. Für seine Geräte erhielt er viele Auszeichnungen und Preise. Als Bernhard Holthaus senior 1885 starb, hatte er den Grundstock für ein Unternehmen gelegt, dass unter seinem Sohn Bernhard zur führenden Landmaschinenfabrik im Herzogtum Oldenburg wurde.

Auch Rückschläge wie Wirbelstürme und Brände, die mehrfach gerade eben erst errichtete Werkstätten wieder zerstörten konnten das Wachstum de Firma nicht aufhalten. Anfang des 20. Jahrhunderts arbeiteten hier schon über 200 Männer. Das Geschäft blühte und Bernhard Holthaus entschloss sich trotz einer ausgezeichneten Bilanz, die Firma 1903 in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Um alle Aufträge zügig abwickeln zu können, waren noch mehr Investitionen nötig. Die Ausgabe von Aktien sorgte für das nötigte Kapital dazu.

Durch den Boom bei Holthaus sah sich die Gemeinde veranlasst, bei der oldenburgischen Landesregierung auf den Anschluss Dinklages an das Eisenbahnnetz zu drängen. Dieses gelang auch, weil die Holthaus AG sich verpflichtet hatte, eventuelle Defizite des Betriebs in den ersten Jahren auszugleichen.

Bereits 1904 nahm die Bahn ihren Betrieb auf. Holthaus bekam ein eigenes Anschlussgleis und sparte sich nun etliche Fuhren mit Gespannen zum Bahnhof nach Lohne. Am Bahnhof siedelten sich die Landhandelsunternehmen Bröring und Wehebrink an. Eine Viehwaage mit Verladestation wurde errichtet und 1907 war auch das Bahnhofsgebäude fertiggestellt.

Im Sog dieser für eine ländliche Gemeinde beachtlichen industriellen Entwicklung blühten auch Handel und Handwerk auf. Dinklage hatte Anschluss an die „modernen Zeiten“ gefunden.

Die Holthaus AG hatte bereits einige Häuser als Mietwohnungen für Ihre Arbeiter an der Holthausstraße errichten lassen, doch damit war der Bedarf an Wohnraum langfristig nicht zu decken. Nach und nach entstand hier das, was die Dinklager „Kolonie“ nannten: Eine Siedlung abseits des Dorfkerns, in der Fabrikarbeiter unter schlechten Bedingungen lebten. Derartige Arbeitersiedlungen waren sonst nur aus Industriezentren wie dem Ruhrgebiet bekannt. Für den Oldenburger Raum jedoch war die Straße außergewöhnlich. Ein letztes dieser Häuser (Ripke) ist noch heute fast in seiner ursprünglichen Form erhalten – wie lange noch?


Das Misstrauen gegen die Fremden wuchs, und das Zusammenleben verlief nicht immer ohne Konflikte. Im Laufe der Zeit begannen die Arbeiter sich zu organisieren, einerseits in Vereinen wie dem TVD (Gründung 1904) und dem KAB (Gründung 1911), andererseits auch politisch. Holthausarbeiter waren es, die Gewerkschaftsversammlungen organisierten und an der Gründung eines SPD- Ortsvereins (1917) beteiligt waren.

Mitten in diese Zeit fiel der Ausbruch des 1. Weltkrieges, der durch den Einsatz der modernen Waffen zum Albtraum geriet. Die Firma Holthaus, deren Produktion durch die Mobilmachung zunächst fast völlig zum Erliegen gekommen war, hielt sich mit der Produktion von Graugussgeschossen über Wasser und trug so, wenn auch ungewollt zum Tod vieler Soldaten bei.

Um den Ausfall der eingezogenen Arbeiter auszugleichen, stellte Holthaus zusätzliche Hilfsarbeiter ein. Am Ende des Krieges hatte Dinklage 189 gefallene Soldaten zu beklagen. Der Ort selbst jedoch blieb unzerstört, da er nicht zum Kriegsschauplatz geworden war.

Nach dem Zusammenbruch und der Abdankung Kaiser Wilhelms II. nahm auch in Dinklage zunächst ein Arbeiter- und Soldatenrat das Heft in die Hand. Es waren vornehmlich Arbeiter der Holthaus AG, die die öffentliche Ordnung und die Verteilung von Lebensmitteln zu organisieren suchten.

Auch ein Streik bei Holthaus, der nach Annahme der meisten Forderungen bereits nach 8 Tagen beendet war, gehört zu den bemerkenswerten Ereignissen jener Zeit. Zwischenzeitlich war durch den Ausfall der elektrischen Zentrale sogar die Stromversorgung des Ortes unterbrochen.

Allmählich beruhigte sich die Lage und ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein. Bis 1925 stieg die Zahl der Arbeiter bei der Holthaus AG auf ca. 480 Personen.

Mit der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft siedelte sich 1920 ein weiteres Landhandelsunternehmen am Bahnhof an. Im gleichen Jahr hatte die Möbeltischlerei Diekmann ihren Betrieb an der Sanderstraße aufgenommen.

Noch bevor am 6.4. 1919 der erste Dinklager Gemeinderat gewählt wurde, zu dessen Wahl auch die Arbeiter der Maschinenfabrik Holthaus mit einer eigenen Liste antraten, gründete sich am 13. 2. 1919 der Spar- und Bauverein e.G.m.b.H für die Gemeinde Dinklage.

Dieses Datum dürfen wir als Ursprung der heutigen Friedenstraße annehmen.

Dinklage im 20. Jahrhundert

Am Ende eines Jahres stehen Jahresrückblicke an. Auch wir erinnern an vergangene Ereignisse. Allerdings habe ich gemäß unseres Themas „Alt-Dinklage“ Ereignisse aus der Zeit von 1900 bis 1999 ausgewählt. Es sind nicht immer die wichtigsten, aber vielfach längst vergessene Ereignisse.

Gleichzeitig soll dieser Streifzug durch das 20. Jahrhundert Appetit auf die Beiträge des kommenden Jahres machen. Über manche der hier nur  angeschnittenen Themen werde ich sicher im nächsten Jahr ausführlicher berichten.

Wir wünschen viel Spaß beim Betrachten der Bilder und wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr

 

Die Bewohner der Friedenstraße

Bildergalerie aus 100 Jahren Friedenstraße

 

 

 

 

 

Den Gefallenen der Friedenstraße zum Gedenken

 

11 junge Söhne und Töchter  aus 12 Häusern der Friedenstraße ließen im 2. Weltkrieg ihr Leben lassen. Kaum eine Familie hatte nicht den Verlust eines Ihrer Kinder zu beklagen.  Die Familien Grotegers, Helmes und Kathmann erhielten im Verlauf des Krieges gleich zweimal die schreckliche Todesnachricht.

Wir gedenken Ihrer und aller Opfer von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft.

Ihr Tod möge uns Mahnung sein für ein friedliches Miteinander der Völker einzusetzen und Tyrannen zu widersetzen.  Nie wieder darf ein Krieg von deutschem Boden ausgehen.

Im zweiten Weltkrieg fielen

Heinrich Baumann

Heinrich Baumann * 1912 † 1945

Heinrich Baumann fiel im letzten Kriegsjahr.

Heinz Grotegers

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Heinrich Grotegers * 18.03.1912  Dinklage † 24,04. 1944 Rumänien

Der junge Familienvater Heinz Grotegers war Unteroffizier einer Flak-Einheit, als er am 24.04. 1944 bei einem Fliegerangriff auf eine rumänische Stadt fiel. Er hinterließ seine Ehefrau Elisabeth, geb. Harbecke mit (mindestens) einem Kind. Ein Kind hatte das erst seit 4 Jahren verheiratete Ehepaar Grotegers bereits früh verloren. 3 Jahre zuvor war bereits sein Bruder Willy an der Ostfront gefallen.

Willy Grotegers

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Wilhelm Grotegers  * 2.10.1915 Dinklage † 15. 07. 1941 an der Ostfront

Der Obergefreite Willy Grotegers war das erste Kriegsopfer, das die Nachbarschaft der Friedenstraße zu beklagen hatte, als er am 15. 07. 1941 der Ostfront fiel.

Willy Detering

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Wilhelm Detering  * 07.11.1913 † 10.11.1944 Putnok, Ungarn

Unteroffizier Willy Detering fand am 10.11.1944 in Putnok, Ungarn den Tod.

 Gustav Zilm

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Gustav Zilm *1914 † 07.01.1942 an der Ostfront

Der Obergefreite Gustav Zilm fiel am 07.01.1942 an der Ostfront im Alter von 27 Jahren an der Ostfront.

Bernhard Helmes

 

Bernd Helmes * 04.08.1919 Dinklage † 19.04.1944 Lüneburg

Der Obergefreite Bernhard Helmes ließ am 19.04.1944 sein Leben als Flieger in Lüneburg.

Wilhelmine Helmes

(Schwester Rutula)

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* 27.12. 1911 Dinklage  † 05.09.1942

Wilhelmine Helmes kam am 05.09.1942 bei einem Bombenangriff als Clemensschwester im St. Josefstift Bremen ums Leben.

Otto Kathmann

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Otto Kathmann

Otto Kathmann *13.04.1918 Dinklage †13.02.1942 Russland

Der Obergefreite Otto Kathmann starb am 13.02.1942 in Russland.

Hermann Kathmann

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Herrmann Kalvelage

Hermann Kathmann *4.3.1914 †26.1,1945

Gefallen in der Umgebung von Glembovice. Bei Wieprzu, Distrikt Krakau Polen.

Er liegt laut der offiziellen Todesnachricht begraben in Glembovice bei Wieprzu.

Zum Zeitpunkt seines Todes war Herrmann Kathmann erst gut 4 Monate verlobt.

Seine Verlobte hatte die Hoffnung, dass er doch überlebt hatte und in russische Gefangenschaft geraten war, lange Zeit nicht aufgegeben. Dies zeigt ein an Sie gerichteter Brief eines Angehörigen seiner Einheit aus dem Jahr 1946.

 

 

3 Jahre nach seinem Bruder Otto fiel auch Hermann Kathmann im Jahr 1945.

Caspar Kalvelage

 

 

Caspar Kalvelage *11.02.1916 †18.3.1942 Halbinsel Kertsch Russland

 Caspar Kalvelage  fiel am 18.3.1942 im Rang eines Unteroffiziers  auf der Halbinsel Kertsch (Teil der Krim).  Er liegt dort in Dschankoj begraben.

Franz Bosse

Franz Bosse  * 11.12.1923 Dinklage  † 02.03,1944

Franz Bosse war Funker in einer Nachrichtenabteilung. Er fiel am 02.03,1944 südwestlich von Narva im Nordabschnitt der Ostfront. Er liegt gemeinsam mit über 2000 überwiegend deutschen, aber auch estnischen Soldaten und Soldaten aus anderen Nationen begraben auf dem Soldatenfriedhof in Toila in  Estland. Auf seinem Totenzettel heißt es: “ An der Seite des Batl.- Kommandeurs und des Adjudanten gab er sein junges hoffnungsvolles Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.“

 

 

Bildersammlung Walter Garvels

Vor einigen Jahren stellte mir Walter Garvels eine Sammlung seiner Bilder  und etliche Schülerlisten der ehemaligen Wulfenauer Schule zur Verfügung. Die Aufnahmen zeigen verschiedene Jahrgänge. Bei dem Lehrer auf den Bildern handelt es sich um Franz Thyen, der hier von 1955 bis 1968 unterrichtete. Eine Sortierung und Datierung der Bilder  muss noch erfolgen.  Hinweise zu den Personen nehmen wir gern entgegen.

 

Maria Rottstegge

(*1915 † 05.02.2006)

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Die Heimatdichterin Maria Rottstegge. geb. Börgerding , ein Kind der Friedenstraße, oder wie Sie sagen würde, des Bauvereins, begann 1960 Gedichte und Geschichten in Plattdeutscher Sprache zu verfassen. In Anerkennung Ihrer Verdienste um den Erhalt der plattdeutschen Sprache verlieh Ihr der Heimatbund Oldenburger Münsterland 1986 die „Goldene Blume des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland“

Zu diesem Zeitpunkt hatte Sie bereits seit über 10 Jahren Gedichte und Anekdoten in der Oldenburgischen Volkszeitung und im Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland veröffentlicht.  Mit große Freude trug Sie Ihre Gedichte auf allerlei Veranstaltungen verschiedener Vereine vor. Gern stieg Sie zur Karnevalszeit auch in die Bütt. Auch als im hohen Alter ihre Sehkraft schon arg nachgelassen hatte ließ sie es sich dies nicht nehmen und trug Ihre Werke aus dem Kopf vor.

 

 

 

Viele Ihrer Gedichte sind über die digitalen Sammlungen Der Uni Oldenburg abrufbar.

Gegenstand vieler Gedichte und Erzählungen haben Ihre Kindheit an der Friedenstraße und den Dinklager Bahnhof zum Gegenstand.

„Faoken seih ick’t Öllernhus

dat Band is nich räten

Kinnertied un Pingelbaohn

noch lange nich vergäten“

Dieses  Zitat aus ihrem Gedicht „Mien Öllernhus“ beschreibt wohl am treffendsten  eines Ihrer Grundmotive.  Mit „Dei ole Bauvereinsweg“ aus Ihrem Buch Äöwern langen Weg“ hat Maria Rottstegge vieles aus der Anfangszeit der Friedenstraße für die Nachwelt festgehalten, was sonst schon bald vergessen wäre. dafür gebührt Ihr Dank auch wenn sicher heute doch sehr romantisierend und verklärend wirkt.

 

 

 

 

Klocken Gerd

Als ein mittlerweile vergessenes „Dinklager Original“ kann man wohl auch Gerd Quatmann bezeichnen. Vermutlich aus Essen stammend, lebte er in Dinklage, wo er uch im Jahre 1914 verstarb. Besser bekannt war er als „Klocken Gerd“ oder auch „Pamtickel“ – der Bezeichnung für das Pendel einer Wanduhr. Vermutlich ohne den Beruf des Uhrmachers je erlernt zu haben verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Wanderuhrmacher mit der Reparatur alter Wanduhren. Kindern, die ihm gern bei der Arbeit zusahen erzählte er gern Geschichten von Wiedergängern und andere Schauergeschichten, an die er wohl auch selbst geglaubt hat. Wie sich denken läßt nahm seine Redseligkeit besonders unter Alkoholeinfluß zu. Er selbst aber war ziemlich ängstlich und in ging daher seinen letzten Lebnsjahren in den Abendstunden kaum mehr aus dem Hause. Seine eigene Ängstlichkeit soll so manchen Zeitgenossen dazu verleitet haben, ihm den ein oder anderen Streich zu spielen.
Quelle: G.Vagelpohl, Heimatkalender für das Oldenburger Münsterland 1953klocken_Gerd.jpg

Liste der Dinklager Persönlichkeiten

Dinklager Originale

Brückamp,Heinrich

Stuten Marie

Ippi

Kreuzmann, Augustin

Wittrock, Bernard (Bur)

Wulfers, Gerd (Ossen Gerd)

Quatmann, Gerd (Klocken Gerd)

Künstler

Romberg, Bernhard

Maekel, Josef

Middendorf, Helmut

 

Heimatforscher und – schriftsteller

Burwinkel, Dr. Hubert

Hürkamp, Josef

Ostendorf, Franz

Ostendorf, Johannes

Rottstegge, Maria

Politiker

 

Galen, Ferdinand, Graf von

Galen Franz, Graf von

Galen, Ferdinand, Graf von

Galen, Friedrich Matthias, Graf von

Mäckel, Julius

Mäkel, Franz

Wegmann, August

Familie von Galen

Galen, Clemens August, Graf von

Galen, Ferdinand, Graf von

Galen Franz, Graf von

Galen, Friedrich Matthias, Graf von

Galen, Maximilian Gereon, Graf von

Geistliche

Galen, Clemens August, Graf von

Galen, Maximilian Gereon, Graf von