…  Besonders ermahne ich alle unkeuschen Huren und Ehebrecher…

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Beim sonntäglichen Kirchgang mussten sich die Dinklager Anfang des 19. Jahrhunderts oft deutliche Worte anhören. Der damaligen Pastor  Kaspar Heinrich Joseph Niedieck (* 4.7.1759 in Stromberg, † 17.1.1810 in Dinklage, von dem einige Predigten erhalten, tat sich hier offenbar besonders hervor. Clemens Heitmann, der mehrere Bücher über die Dinklager Geistlichen und die Familie von Galen verfasst hat, bezeichnet Ihn als „sehr guten Prediger“.

Welch deutliche  Worte Niedieck mitunter fand, zeigt der folgende wörtliche Auszug aus einer seiner Predigten:

„…  Besonders ermahne ich alle unkeuschen Huren und Ehebrecher, alle Volsäufer, alle ungerechte, alle betrüger und räuber des fremden guts, alle ehrabschneider und verläumder alle rachgierigen und feindseligen, die ihre mitbrüder verfolgen, schlagen, verwunden und Schaden zufügen. Alle jene Ehemänner, denen es in dieser gemeinde eine große anzahl giebt, die die so beständig den hausfrieden stören, diedas haus mit fluchen und toben anfüllen, die so barbarisch ihre unschuldigen frauen und kinder behandeln, und selbe oft ihre ganze lebenszeit durch ihr unvernünftiges grobes behandeln unglücklich machen, diese alle ermahne ich besonders. O kehret doch baldigst um auf dem wege, den ihr bisher gewandelt, suchet den verlorenen Jesum wieder…“

aus Clemens Heitmann, St. Catharina Dinklage, Mitteilungen des Heimatvereins Herrlichkeit Dinklage, Viertes/ Fünftes Heft (Doppelband) 1971.

 

 

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